Menschenrechte sind mehr als eine olympische Disziplin

Die Sommerspiele in Rio 2016 werden zu einem Präzedenzfall für den Umgang des internationalen Event-Sports mit der Menschenwürde. Auch Österreich hinkt hinten nach

Stadtleben | Spielkritik: Johann Skocek | aus FALTER 13/16 vom 30.03.2016

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen." Am 10. Dezember 1948 veröffentlichte die Generalversammlung der Vereinten Nationen die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte". Seither ist es Unrecht, mit dem Hinweis auf Religion, Hautfarbe, Nationalität oder sozialen Status einen Menschen zum Instrument eines anderen zu degradieren.

Die olympische Bewegung setzt nach dem Willen und der Vorstellung seines Begründers, des französischen Adeligen Pierre de Coubertin, den Menschen in sein Recht auf Selbstbestimmung ein. "Der Olympismus ist kein System, sondern eine geistige Haltung, die einer doppelten Verehrung entsprungen ist: die der körperlichen Anstrengung und der Harmonie, dem Gefallen also am Übermaß und dem Gefallen am Maß", sagte Coubertin 1916.

1916 hatte das IOC, die globale Monopolverwaltung des Olympismus, bereits fünf Mega-Events ausgerichtet. 1896


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