Eine Frage der Haltung

Ostern hinterlässt Fragen. Zum Beispiel, was gefüllte Eier mit gefällten Hähnen zu tun haben

Stadtleben | Gerichtsbericht: Katharina Seiser | aus FALTER 13/16 vom 30.03.2016

Ostern ist noch lange nicht vorbei. Hand auf die Kühlschranktür: Wer hat da keine Ostereier mehr drin? Was die mit dem toten Hahn auf dem Bild zu tun haben? Mehr, als es auf den ersten Blick scheint: Hähne sind in der Eierindustrie unerwünscht, weil komplett unnütz. Man braucht sie nicht, damit die Hennen Eier legen, das tun sie auch so.

Sie legen selbst keine Eier und sind, weil von hochspezialisierten Hybridlegerassen, auch nicht zur Turbomast geeignet. Deshalb werden sie in der Legehennenzucht sofort nach dem Schlupf getötet, mit Gas oder im Schredder. 50 Prozent aller Tiere, weil 50 Prozent männliche Küken sind. Eine unbarmherzige Kostenoptimierung, die bis Ende vergangenen Jahres alle Eier aus jeder Haltungsform betroffen hat.

Dann hat sich die Biobranche endlich wieder einmal an eine ihrer Kernkompetenzen erinnert, nämlich Missstände zu benennen, Lösungen zu suchen und deren Umsetzung voranzutreiben. Seit 2016 werden nun für alle Bioeier in Österreich die Brüder der Legehennen


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