Kommentar Causa Babler

Der Parteirebell von Traiskirchen stolpert über sich selbst


NINA HORACZEK
Falter & Meinung | aus FALTER 14/16 vom 06.04.2016

Wer Armut bekämpfen will, muss nicht in Armut leben. Zielführender, als zu hungern, ist eine kluge Politik, die den Hunger besiegt.

Wer aber öffentlich ein Armutsgelübde ablegt und jene geißelt, die mehr einstecken als andere, der sollte sich nicht im Luxustempel erwischen lassen. Sonst tritt genau das ein, woran die Politik heute krankt: ein Mangel an Glaubwürdigkeit.

Wäre der Traiskirchner Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) ein Stadtchef wie jeder andere, würde es kaum jemanden aufregen, dass er zusätzlich zu den etwa 5000 Euro Aufwandsentschädigung als Bürgermeister als Angestellter seiner eigenen Gemeinde noch einmal 4000 Euro brutto kassiert. Das ist erstens legal, zweitens im Gemeinderat abgesegnet und scheint drittens gängige Praxis in Österreich zu sein.

Babler ist aber vor allem eines: polternder Parteirebell, der die Parteispitze in der Löwelstraße gerne dafür kritisiert, dass sie sich von den hehren Grundsätzen der Sozialdemokratie abgewandt habe und ihre Politik

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