Weltkulturerbe ade? Halb so schlimm!

Wien und das Hochhausprojekt Eislaufverein: Gute Stadtplanung setzt Grenzen. Das ginge auch ohne Unesco

KOMMENTAR: MAIK NOVOTNY | Falter & Meinung | aus FALTER 14/16 vom 06.04.2016

Das kommt nicht überraschend: Der Ende März vorgelegte Bericht der Unesco macht unmissverständlich klar, dass die Pläne für die Intercont-Erweiterung beim Eislaufverein das Weltkulturerbe Wiener Innenstadt "irreversibel gefährden".

Im November 2015 hatte sich der italienische Architekt Giancarlo Barbato in Unesco-Mission das Projekt des Investors Michael Tojner angeschaut. Sein Fazit: Das Hochhaus störe den Canaletto-Blick vom Belvedere und die Einheit des ersten Bezirks, die dank der zahlreichen Dachausbauten der letzten Jahre sowieso schon bedenklich am Kippen sei.

Das Bundeskanzleramt (der Weltkulturerbestatus ist ein Vertrag auf Bundesebene) reagierte darauf äußerst knapp: Es käme im Umfeld des Eislaufvereins nicht in erster Linie auf die Höhe, sondern auf die urbane Qualität des Stadtraums an. Außerdem sei noch nichts entschieden. Man gehe davon aus, dass die Neubaupläne letztendlich mit dem Weltkulturerbe kompatibel seien. Fertig.

Das endgültige Urteil wird auf der Unesco-Jahressitzung

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