Yoga für jedermann

Strala-Yoga kommt aus den USA und gilt als Revolution. Es steht für die Wandlung der spirituellen Körperphilosophie zum Massensport

TURNÜBUNG: EVA KONZETT | Stadtleben | aus FALTER 14/16 vom 06.04.2016

Es lassen sich durchaus Gründe finden, am Sonntag den Wecker zu stellen. Der Kirchgang, Frühstück mit Freunden oder eben das hier: In einem Studio am Donaukanal scheint die Frühlingssonne auf die Rücken von zwölf jungen Frauen, die in der Position des herabschauenden Hundes verharren, Kopf am Boden, Hüften in der Luft. Manch einer zittert schon der Oberarm, andere atmen weiterhin ruhig aus und ein. "Stützt euch mit den Beinen ab", sagt Kursleiterin Steffi Wedam. "Jeder, wie er kann." Willkommen beim Strala-Yoga, wo es keine Regeln gibt, sondern das Körpergefühl regiert.

Die ursprünglich indische Yoga-Lehre mag jahrtausendealt sein, seit sie im Westen angekommen ist, hat sie sich dem System der wechselnden Moden angepasst. Rannten vor wenigen Jahren noch alle zum Bikram-Yoga bei karibischen Temperaturen, stärkte man danach beim Yin-Yoga das Bindegewebe. Nun schwappt eine neue Welle nach Österreich über: Strala-Yoga, das den Yogis und Yoginis Freiheit verspricht.

Strala wurde

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