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Politik, FALTER 15/16 vom 13.04.2016

Tschernobyl und seine Menschen

Sind Menschen fähig, zwischen Liebe und Tod zu entscheiden? Ist es möglich, dass eine schwangere Frau ihren Ehemann, ein Opfer des Reaktorunfalls vom April 1986, bis zu seinem Tod pflegt und das Leben ihres ungeborenen Kindes aufs Spiel setzt? Nach Tschernobyl war nichts mehr wie früher. Die Menschen wurden von der Regierung über die Folgen belogen, selbst wurden sie sprachlos. Die weißrussische Autorin und Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch lässt die "Tschernobyl-Menschen" in der "Welt von Tschernobyl" reden. In seitenlangen, literarisch bearbeiteten Monologen geben sie Auskunft über ihre Furcht, Verzweiflung und Hilflosigkeit (siehe zum Thema auch Seite 26).

Swetlana Alexijewitsch: Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft. Aus dem Russischen von Ingeborg Kolinko. Piper, 304 S., € 10,30

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FALTER 29/19
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