Another kind of Dancing Stars

Falters Zoo | Lukas Matzinger | aus FALTER 15/16 vom 13.04.2016

Es gibt Stars, die tanzen jeden Freitag durch das Fernsehen zum Training ihrer Disziplin, für ein schönes Honorar und für die Publicity ihrer öffentlichen Person. Die sind sehr beliebt, und das soll so sein. Am vergangenen Samstag tanzten andere Prominente in der Hofburg aus einem anderen Grund. Die beiden Tanzschulleiter Yvonne Rueff und Matt hias Urrisk luden zum zehnten Mal zu ihrer Veranstaltung mit dem knackigen und nicht einmal bei äußerster Bosheit als ironisch zu verstehenden Namen "Dancer against Cancer". Die Idee bleibt auch im zehnten Jahr dieselbe: Profis und Promis tanzen, Erstere schön, Letztere schön witzig, und die Gäste lassen hoffentlich ordentlich Geld für die Krebshilfe da. Heuer kamen zum Dancer against Cancer von außerhalb von Österreich die Tochter von David, Hayley Hasselhoff, das schwedische (und, das aber nur am Rande, angeblich noch immer bestbezahlte männliche) Top-Model Marcus Schenkenberg und die ehemaligen Dschungelcamp-Teilnehmer mit sicher auch sehr vielen Talenten Maren Gilzer und Julian F.M. Stöckl. Dem Gabalier sein Weiberl Silvia Schneider führte mit Alfons Haider durch den Abend. Dompfarrer Toni Faber hat den "MyAid Award" für besondere Verdienste im Kampf gegen den Krebs gesegnet, danach hat ihn die krebskranke Hoteldirektorin Heidi Schaller gewonnen. Beim allseits beliebten Prominententanzturnier fanden ebensolche zu Pärchen zusammen und machten sich in genau der richtigen Charity-Dosis zum Dodl. Zum besten Paar wurden Chiara Pisati und Christoph Fälbl ernannt. Die Gruppenwertung gewann die Gruppe mit Andy Lee Lang. Die Moderatorenkanonen Volker Piesczek und Norbert Oberhauser sowie der Sänger Eric Papilaya und der Big-Band-Leader Pepe Schütz machten auf der Bühne das Rat Pack -das wollen die jetzt übrigens mehr oder weniger professionell machen. Sonst waren die Schauspielerin Nina Blum, der ehemalige Song-Contest-Starter Gary Lux, der Profitänzer Vadim Garbuzov, der Opernsänger Clemens Unterreiner, die Miss Austria Zweitausendirgendwas Tanja Duhovich und der Kabarettist Herbert Steinböck zugegen. Hoffentlich haben sie alle fleißig Spenden dagelassen. Vergangenes Jahr hat der Dancer against Cancer 76.000 Euro aufgestellt. Der Krebs ist ein böses Gespenst. Vielleicht lässt er sich wegtanzen.

Auch anderswo wurde in Wien am vergangenen Wochenende getanzt. Das Electric Spring Festival ging trotz schlechten Wetters zum zweiten Mal über die Bühnen des Museumsquartiers. Kuratiert hat das Programm, das alles durfte, was Elektronik darf, heuer die FM4-Moderatorin und Falter-Clubszene-Expertin Katharina Seidler. Crack Ignaz, Maja Osojnik und mehr spielten, viele gingen hin. Das alles und mehr steht an anderen Stellen dieser Ausgabe: eine Retrospektive aus Sicht der Kuratorin im Programm auf Seite 25, eine kurze Reportage vom Festival im Feuilleton auf Seite 25.


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