Wiener Zwischenräume

Virtuos: Das attensam quartett tritt mit Schriftsteller Franz Schuh beim Festival wean hean auf


Porträt: Stefanie Panzenböck
Feuilleton | aus FALTER 15/16 vom 13.04.2016

Der Name war eine Notlösung. Dass das attensam quartett wie die Schneeräumungs- und Reinigungsfirma Attensam heißt, nur klein geschrieben, war aber schlussendlich gewollt.

Die drei Musikerinnen Ingrid Eder (Knöpferlharmonika), Sophie Schafleitner (Geige), Annette Bik (Geige) und der Musiker Michael Öttl (Kontragitarre) brauchten 2003 dringend einen Namen für ihre erste Wienerlied-Konzertreihe und kamen auf die Wiener Hausmeister und von dort auf die Firma. Also attensam.

"Einmal ist die Frau Attensam sogar zu einem Konzert gekommen und hat Kapperln und Schlüsselanhänger mitgebracht", erinnert sich Ingrid Eder. Doch mehr als den Namen verbindet die Firma und das Quartett nicht.

Die Wiener Musik ist für die vier ein Experimentierfeld, eine Parallelwelt zu ihren zwar nicht minder leidenschaftlich betriebenen, aber doch auf Existenzsicherung ausgelegten Brotjobs.

Alle sind sie Profimusiker, alle kommen sie aus der klassischen beziehungsweise Neuen Musik. Sophie Schafleitner und Annette

  802 Wörter       4 Minuten
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