Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: DAC Blaufränkisch

Regionaltypische Weine: Eisenberg DAC vom Kopfensteiner

Stadtleben | BT | aus FALTER 15/16 vom 13.04.2016

Sogenannte gute, einfache Weine, die nicht mehr als zehn Euro kosten, sind ein großes Thema. Weil es sie da draußen doch geben muss, die Winzer, die ehrlich arbeiten und noch nicht so berühmt sind, dass man fürs Namensetikett noch extra zahlt.

Thomas Kopfensteiner ist so einer. Der Burgenländer bewirtschaftet in Österreichs kleinster DAC-Region Eisenberg an der ungarischen Grenze 18 Hektar Weingärten. Seit 2005 hat er die Verantwortung im Familienbetrieb, er arbeitet naturnah und zurückhaltend im Keller. "Authentisch und geradeaus" wünscht er sich seine Weine. Der Eisenberg hat seinen Namen nicht von ungefähr, Grün- und Blauschieferböden mischen sich hier mit eisenhaltigem Lehm. Wer wissen will, wie sich diese besondere Lage im Wein mit allen Deutlichkeiten ausprägt, greift zu Kopfensteiners Reserven und Lageweinen.

Bei seinem Einsteigerwein, dem Eisenberg DAC Blaufränkisch, bekommt man eine Vorahnung: sehr schön rubinrot im Glas, von herber Würze in der Nase, am Gaumen weniger fruchtig und flüchtiger, als die Farbe erwarten lässt, was die einen enttäuschen mag. Dafür erfreut ausgeprägte Säure die anderen, die bei einem Roten nicht das Lieblich-Süße, sondern das Erdig-Resche mögen.

Zu Lamm mit Kräutern oder zu einem Leberkäse-Picknick kann man sich den Eisenberg DAC gut vorstellen, am besten ordentlich gekühlt.

Hinweis: Die hier beschriebenen Getränke werden der Redaktion fallweise von Produzenten oder Händlern umsonst zur Verfügung gestellt

Eisenberg DAC 2014 Blaufränkisch vom Weingut Kopfensteiner, ab Hof um € 7,50


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