Neue Bücher: 2000 Jahre Apokalypse, vom Christentum bis zu Survival-Guides

Kirstin Breitenfellner | Feuilleton | aus FALTER 15/16 vom 13.04.2016

Die meisten Kulturen stellen Zeit und Geschichte zyklisch dar. Seit gut zweitausend Jahren verbreitet sich via Christentum die Idee eines Ziels der Geschichte und damit gleichzeitig eines Endes: die Apokalypse, in der Jesus Christus in einer Art Weltgericht wiederkehrt und die für die einen Heil und Rettung, für die anderen aber Strafe und Untergang bedeutet. Die Apokalypse des Johannes, der bekannteste und meistzitierte Bibeltext dazu, liefert auch heute noch die dominierenden Bilder.

Der emeritierte Professor für mittelalterliche Geschichte Johann Fried legt mit "Dies irae" keine Einführung in das Thema vor, sondern schüttet das Füllhorn des Wissens über die Leser aus, manchmal redundant, nicht immer für den interessierten Laien relevant.

Entstanden ist die Denkfigur des Weltendes erst nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem 70 n. Chr. Die mit ihr einhergehende Nervosität und Hysterie prägte die christliche Geschichte. In der Reformation wechselte der Glaube an den (nahen)

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