Ein Lebenswerk am Ende

Das Essl Museum in Klosterneuburg schließt am 1. Juli seine Pforten. Chronologie eines Abstiegs

Feuilleton | Bericht: Stefanie Panzenböck | aus FALTER 15/16 vom 13.04.2016

Es ist das vorläufige Ende einer Talfahrt. In weniger als drei Monaten wird das Essl Museum in Klosterneuburg schließen. Die Gründer Karlheinz und Agnes Essl können sich die Betriebskosten nicht mehr leisten. Dem ging die Zerschlagung des Essl'schen Baumax-Konzerns voraus und der Verkauf von 60 Prozent der Kunstsammlung an den Industriellen Hans Peter Haselsteiner. Das Lebenswerk des Ehepaars Essl ist am Ende. Wie konnte es so weit kommen?

Agnes Essls Vater Fritz Schömer übertrug seinem Schwiegersohn 1975 seine Baustofffirma, die dieser zur Baumax AG ausbaute, mit Filialen in Österreich sowie etwa auch der Slowakei, Türkei, in Ungarn und Kroatien.

Gleichzeitig mit der Firmenübernahme begann das Ehepaar Kunst zu sammeln. Am Ende waren es über 4700 Werke, die es zusammengetragen hatte, in erster Linie österreichische Malerei seit 1945, aber auch Internationales.

Ab 1987 stellten Agnes und Karlheinz Essl Teile ihrer Sammlung in der vom Architekten Heinz Tesar entworfenen Firmenzentrale


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