Wien-Marathon Lauftagebuch

Das Schicksal der Staffel 2296

4:34:27 und 42,195 Kilometer später: Was vom Falter-Marathon-Team übrig blieb

Stadtleben | aus FALTER 15/16 vom 13.04.2016

Es waren Schaudergeschichten, die man vom Falter-Marathon-Team hörte. Fast wöchentlich schieden Läufer aus. Einen hat' s beim Knie, einen beim Wirbel, einer hat sich überhaupt die Windpocken eingefangen. Am Ende ließen sich trotzdem vier Faltereros finden, die am Sonntag eine gemeinsame Staffel liefen. Das sind ihre Geschichten:

Barbara Tóth

Warum ist jede zweite Mobiltoilette vorm Startblock 4 versperrt? In 35 Minuten soll der Marathon losgehen, und vor mir warten zwei Dutzend frierende Läuferinnen darauf, noch einmal pinkeln zu gehen. Die Männer haben schon kapituliert und erleichtern sich am Ufer der Alten Donau.

Wer glaubt, beim Marathon gibt es einen Startschuss, und dann laufen alle los, irrt. Wir, die Halbmarathonmeute, starten um 9.15 Uhr im hinteren Block, damit wir dem Spitzenfeld nicht in die Quere kommen. Als das Startsignal kommt, geht ein Ruck durch die Masse, dann steht wieder alles. Gelächter, Geklatsche. Dann traben wir langsam los. Die Schnellen drängeln genervt


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