Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Singen gegen die da oben: Hey Boss, ich brauch mehr Geld!


Barbara Tóth
Politik | aus FALTER 15/16 vom 13.04.2016

Auf die Straße gehen gegen Ungerechtigkeit? Auf Facebook eine sozialkritische Initiative liken? Alles super, aber Susi Rogenhofer aka DJ Sweet Susie hatte eine noch bessere Idee. "Gemeindebautöne" heißt ihre Protestinitiative, die Ende April erstmals über die Bühne gehen wird.

An diesem Tag singen Bewohnerinnen des August-Fürst-Hofs im zwölften Bezirk altbekannte und selbstgetextete Protestlieder gegen soziale Ungerechtigkeit. Begleitet werden sie dabei von Arbeitersängerbund Favoriten, Skero, Wiener Blond, Playbackdolls, Özlem Bulut und vielen anderen. Rogenhofer will mit ihrem Projekt die Spannungen zwischen einkommensschwächeren, eingesessenen Bevölkerungsschichten und Migranten im Gemeindebau musikalisch aufarbeiten.

Das gemeinsame Ansingen gegen Pensionskürzungen, Lohndumping und die enormen Preissteigerungen bei Mieten, Lebensmitteln, Mobilität und Konsumgütern, ganz aktuell gegen Steueroasen und internationale Steueroptimierung soll den Bewohnern zeigen, dass der Gegner nicht auf der Nachbarstiege, sondern zum Beispiel in Panama wohnt.

12., Meidlinger Hauptstr. 8-14 Uhr, am Meidlinger Platzl vor dem August-Fürst-Hof, Sa, 30.4., 15 Uhr, samt DJ-Line


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