Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Adalbert-Stifter-Straße - das grüne Ende der Brigittenau


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 15/16 vom 13.04.2016

Irgendwie scheint der 20. Bezirk nur bis zur Adalbert-Stifter-Straße gehen zu wollen: Dahinter gibt's nur mehr Sportplätze, die nach wie vor unheimliche Zentrale der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, den gigantomanischen Engels-Platz-Hof (zweitgrößte Wohnhausanlage der ersten Republik, größer als der Karl-Marx-Hof) und den Studentenheim-Campus mit mehreren Gebäuden, darunter das berüchtigte Haus Panorama.

Die Infrastruktur wird hier von ein paar Supermärkten bestritten, alles wirkt sehr großstrukturiert, kleine, lebenswerte Winkel sind rar. Aber es gibt sie. Auf der anderen Seite der Straße zum Beispiel, wo etwa Horst Haiderer eine dermaßen schöne, kleine Fleischerei betreibt, dass man's gar nicht aushält. Mit Terrazzoboden und gut gefüllter Vitrine, in der auch Sachen liegen wie Würste, mit denen Haiderer schon Wettbewerbe gewann: Spezialität sind die korrekt abgetrockneten Kabanossi und eine Dürre wie aus dem Bilderbuch. Beinschinken wird mit Knochen gekocht, yeah!

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