Bosch, Trump und Homer Simpson

Der Maler Hieronymus Bosch fügte Organisches und Anorganisches zusammen. Doch wie steht es um die neue Paarung von Geist und Geld?

Feuilleton | ASSOZIATIONEN: THOMAS D. TRUMMER | aus FALTER 16/16 vom 20.04.2016

Über Hieronymus Bosch ist wenig bekannt. Sein 500. Todestag am 9. August wird derzeit mit einer vielgelobten Ausstellung in seinem Heimatort 's-Hertogenbosch in den Niederlanden gefeiert. Bosch ist ein Meister der Apokalypse. Er ist ein Höllenforscher, bitter, surreal und diabolisch. In seinem Werk werden nur wenige gerettet. Bosch malt als unermüdlicher Mahner, stets bereit, peinigende Strafen für jene zu ersinnen, die Feinde Christi und des aufrechten Lebens sind. Für jede menschliche Schwäche findet er schreckliche Zerrbilder. Bosch will Angst schüren, um Umkehr zu veranlassen.

Auffallend ist das Zusammenfügen dessen, was nicht zusammengehört. Organisches wird mit Anorganischem, der Stein mit dem Menschen, der Huf mit dem Vogel gekreuzt, die Zonen von Wasser, Luft und Feuer durchmischt und die Ordnung Gottes durchbrochen. Überall tummeln sich bösartige Auswüchse.

Jedoch schon Aristoteles meinte, dass unsere Fantasie, selbst wenn sie sich in das Unwahrscheinliche vorwagt, nur


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