Die Magie des Augenblicks

Dämonisch und hypersensibel: Die Starpianistin Khatia Buniatishvili tritt im Musikverein auf

Feuilleton | PORTRÄT: MIRIAM DAMEV | aus FALTER 16/16 vom 20.04.2016

Das Albumcover ist tiefschwarz und auf Hochglanz poliert. Kein Titel, keine Schrift, nur die übereinandergelegte Vorder-und Rückenansicht einer jungen Frau mit dunkler, wilder Mähne.

Die junge Frau heißt Khatia Buniatishvili. Der Name kommt aus Georgien, wo die Pianistin geboren wurde, aufgewachsen ist und zum ersten Mal mit Musik in Berührung kam. Als kleines Mädchen sang Buniatishvili georgische Volkslieder, im Alter von sechs Jahren debütierte sie als Solistin mit Orchester.

Als Zehnjährige reiste sie erstmals zu Gastspielen nach Europa und in die USA. Bei einem Wettbewerb in Tiflis lernte sie ihren späteren Lehrer Oleg Maisenberg kennen, der sie zum Wechsel nach Wien bewegte. Maisenberg war es auch, der die junge Pianistin immer wieder dazu ermutigte, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen -als Künstlerin und Interpretin. Zu Wien hat Buniatishvili immer noch eine besondere Verbindung, hier verbrachte sie ihre Studienjahre und musste, weit weg von zu Hause, lernen, ihren eigenen


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