Nachhilfe für alle

Die "Gratisnachhilfe" der Stadt versprach, alle Wiener Kinder weiterzubringen. Das tut sie nicht. Im Frühling beginnt die Hochsaison der Lerninstitute

Lernzielkontrolle: Sibylle Hamann | Stadtleben | aus FALTER 16/16 vom 20.04.2016

Im Mai wird es ernst. Das Semesterzeugnis liegt in der Lade, einige Schularbeiten sind geschrieben, das Schuljahr geht in die Zielgerade. Wenn es mit den Noten schlecht ausschaut, gibt es noch die Chance, das Ruder herumzureißen. Damit kein Fünfer im Jahreszeugnis steht; damit es keine Nachprüfung gibt; damit man vielleicht doch noch aufgenommen wird, im Gymnasium, in der BHS. Im Mai bricht deswegen die große Zeit für Nachhilfelehrer und -lehrerinnen an. Für ehrenamtliche ebenso wie für professionelle.

119 Millionen Euro haben Eltern in Österreich 2015 für Nachhilfe ausgegeben, schätzt die Arbeiterkammer im "Nachhilfe-Barometer". Einzelunterricht bei Instituten kostet zwischen 19 und 57,60 Euro die Stunde, Gruppenunterricht im Durchschnitt 18 Euro pro Kind. Billiger kommt es, wenn sich Lehrer, Pensionisten oder Studierende schwarz bezahlen lassen. Nicht eingerechnet ist der Aufwand, den zusätzlich Nachbarn, Omas und Eltern unentgeltlich treiben, die nachmittags helfen, Englischvokabel

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