7 Sachen, die Sie über den LOBAUTUNNEL nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 16/16 vom 20.04.2016

Wozu brauchen wir den eigentlich?

Er soll die Umfahrung der Donaustadt ermöglichen. Der Betreiber Asfinag meint, dass nach der Fertigstellung der S1 täglich zehntausende Fahrzeuge weniger durch den Bezirk und über die Südosttangente brettern werden.

Klingt doch eh super. Was also ist das Problem?

Die Kleinigkeit, dass der fehlende Abschnitt, die Verbindung zwischen Süßenbrunn und Schwechat, durch den Nationalpark Donauauen führen soll?

Holla! Aber wird nicht geprüft, ehe man ein Naturschutzgebiet untertunnelt?

Doch, natürlich. Das Gericht prüft gerade in zweiter Instanz den positiven Umweltverträglichkeitsbescheid (UVP).

Na, dann ist doch alles gut, oder?

Wenn's so einfach wäre. Das Projekt ist längst nicht nur verkehrsplanerischer, sondern auch politischer Akt. Auf der einen Seite stehen Asfinag und Wiener SPÖ, auf der anderen Umweltorganisationen, Bürgerinitiativen und die Wiener Grünen.

Was meinen die Gegner?

Dass die Abgase das Naturschutzgebiet schädigen und der Grundwasserspiegel gestört werden könnte. Sie wollen eine Umfahrung der Lobau.

Warum baut man die nicht einfach?

Weil eine Umfahrung mehr Bauzeit und Geld benötigen würde.

Und jetzt?

Man wird sehen. Jetzt hat das Gericht von der Asfinag ein 3-D-Grundwassermodell gefordert.


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