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Einmal frei wie ein Vogel sein

Lexikon | SS | aus FALTER 16/16 vom 20.04.2016

Hinter Gittern sitzt ein Bär im Flanellhemd (Sven Kaschte) und spielt triste Töne auf seiner Melodica, während eine freche Krähe (Viviane Podlich) sein Essen stibitzt. "Krähe und Bär" von Martin Baltscheit erzählt von einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem Tier in Gefangenschaft und einem in Freiheit. Während sich der Bär nach einem Leben ohne Käfig sehnt, ist die Krähe ständig auf der Suche nach Nahrung und wünscht sich mehr Sicherheit. "Niemand ist frei, solange noch einer eingesperrt ist", sagt der melancholische Bär in dieser etwas eintönigen Inszenierung (Regie: Julia Burger) und singt ein trauriges Lied zur Melodie von Radioheads "Creep". Spannend wird es zum Schluss aber doch noch: Die Tiere tauschen Körper und erleben, was es heißt, der andere zu sein. Mit all seinen Vor-und Nachteilen. Ab acht Jahren.

Dschungel Wien, Mi, Do 10.00


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