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Echo des Unerhörten: Hartmann, Weinberg

Lexikon | HR | aus FALTER 16/16 vom 20.04.2016

Die Camerata Orphica aus Bulgarien stellt drei Komponisten des 20. Jahrhunderts vor, deren Werke stark von politischem Engagement geprägt waren. Von dem Prager Komponisten Erwin Schulhoff sind dessen "Fünf Stücke für Streicher" zu hören, von Karl Amadeus Hartmann, der knapp 30 Jahre alt war, als seine von Dada und Jazz beeinflusste Musik vom NS-Regime als "entartet" gebrandmarkt wurde, dessen 1939 komponiertes "Concerto funèbre" für Violine und Streichorchester, das auch als Protest gegen die Besetzung der Tschechoslowakei durch Nazi-Deutschland zu verstehen ist. Der dritte Komponist ist Mieczysław Weinberg, der als einziger Überlebender seiner polnischen Familie Zuflucht in der UdSSR fand, wo er ein Freund von Schostakowitsch und Opfer des stalinistischen Antisemitismus wurde. Gespielt wird seine "Kammersymphonie Nr. 1".

Radiokulturhaus, Do 20.00


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