Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Sind eher doch nicht das Volk: Pegida blamiert sich am Columbusplatz

Politik | LUKAS MATZINGER | aus FALTER 16/16 vom 20.04.2016

Abzüglich Journalisten waren es keine 30 Leute, die die rechte Pegida-Kundgebung vergangenen Samstag am Columbusplatz sehen wollten. Keine Identitären waren da, niemand von der NPÖ (National Partei Österreich), nicht einmal der engste Kreis Rechtsextremer konnte mobilisiert werden. Pegida-"Bundesparteiobmann" Werner Wirth las trotzdem seine 25-minütige Rede vor und sorgte sich ob drohender Halalburger und öffentlicher Steinigungen in Favoriten.

Der niederländische Pegida-Tourist und Gastredner Ed Utrecht hatte wie immer eine Zahnbürste mit, falls er "für seine Meinung eingesperrt wird". Im Publikum stießen Teenager in Tarnhosen mit Dosenbier "auf Österreich" an. Wahrscheinlich wird es nicht mehr so viele Anlässe dafür geben. Pegida und Wien finden einfach nicht zueinander. Fraglich, wie oft sie sich so eine organisierte Peinlichkeit noch antun. "Pegida ist fad" stand auf einem Plakat der Gegendemo der "Jungen Linken". Da ist was dran.


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