WARUM WIR DIE PANAMA PAPERS NICHT HERGEBEN

Politik | FK | aus FALTER 16/16 vom 20.04.2016

Vergangene Woche erreichte uns ein Brief des Finanzministeriums. Ein Sektionschef bat uns darum, mit den Steuerbehörden zu kooperieren und die Panama Papers herauszugeben.

Sowohl der ORF als auch der Falter lehnten dieses Begehr ab. Schelling dürfte die Entscheidung der "Journalistenorganisationen", wie er uns nannte, nicht nachvollziehen können.

Irgendwann, so prophezeite er in einer Sondersitzung des Nationalrats am Montag, werde sich herausstellen, was "die wirklichen Motive" sind.

Sie sind leicht erklärt: Der Falter bekam von der Süddeutschen Zeitung und vom Consortium of Investigative Journalism nur unter der ausdrücklich vereinbarten Bedingung Zugang zum Panama-Archiv, diese Daten nicht an Dritte weiterzugeben. Der Grund dafür ist der Schutz des Redaktionsgeheimnis ses und der Schutz des Informanten der Süddeutschen.

Wenn die Finanz die Unterlagen haben will, kann sie diese von den panamaischen Behörden offiziell anfordern. Diese haben vergangene Woche die Kanzlei von Mossack Fonseca durchsucht.


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