Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Prinz-Eugen-Straße: Diplomaten essen nicht


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 16/16 vom 20.04.2016

Eigentlich ist das ja Wald. Palais Schwarzenberg samt Garten, Belvederegarten, Salesianerinnen-Kloster samt Garten und Botanischer Garten auf der einen Seite, Theresianum, Anton-Benya-Park, die riesige Grünfläche hinter der Arbeiterkammer auf der anderen Seite - es gibt Zonen im Lainzer Tiergarten, die sind weniger grün. Okay, es gibt allerdings auch Zonen im Lainzer Tiergarten, wo es mehr zu essen und zu trinken gibt als in der Prinz-Eugen-Straße.

Dabei hatte die ein paar durchaus historische Gaststätten aufzubieten. Das Oxen Steak, zum Beispiel, eines der ersten Steaklokale Wiens, seit 2001 geschlossen, war danach kurz das Maranello, das einem Honorarkonsul von Panama (oho!) gehörte und in dem ein Ferrari stand, für dessen Unterbringung die Frontwand eingerissen werden musste. Oder das Belvedere Stöckl, das in Frühzeiten gegen Gault Millau prozessierte, verlor und in Konkurs ging ...

Schwarzberg, der neue Ost-Klub

Und natürlich das Atrium, über Generationen hinweg Teenager-Tanzschuppen

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