Film Neu im Kino

"Gods of Egypt": Ägypten-Fantasy als liebloser Trash

Lexikon | S Z | aus FALTER 16/16 vom 20.04.2016

Es gibt Filme, die so schlecht sind, dass sie schon wieder Vergnügen bereiten. "Jupiter Ascending" etwa, der eine hanebüchene Geschichte erzählte, aber mit Herz gemacht war. Ein Guilty Pleasure dieser Art ist Alex Proyas "Gods of Egypt" leider nicht.

Göttersohn Horus soll Herrscher über Ägypten werden, wird aber von seinem bösen Onkel Set geblendet und verstoßen. Der menschliche Dieb Bek bringt Horus eines seiner Augen zurück. Unterstützt von Göttin Hathor machen sie sich daran, den Diktator zu beseitigen - und Beks große Liebe Zaya zu retten.

Noch schlimmer als die platte Handlung, die aus einem Haufen hingeworfener Versatzstücke der ägyptischen Mythologie besteht, der die Basis einer öden Abfolge von Actionsequenzen mit allerlei Monstern bildet, ist die Erbärmlichkeit der Effekte: CGI in einer so hässlichen Aufmachung kennt man sonst nur aus TV-B-Movies. Fast ausschließlich weiße Schauspieler mit hübschem Gesicht und minimalem Körperfettanteil -Nikolaj Coster-Waldau, Gerard Butler, Brenton Thwaites, Elodie Young, Courtney Eaton - versumpern in den eindimensionalen Rollen eines lieblosen Drehbuchs. Lebenszeitverschwendung im Kino!

Ab Fr in den Kinos (OF-3D im Artis)


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