Die Angst geht um

Nach der Vergewaltigung am Praterstern schlagen Polizisten Alarm. Sexuelle Übergriffe von Asylwerbern nehmen zu, ihre Abschiebung ist unmöglich

BERICHT: NINA BRNADA, FLORIAN KLENK
Politik, FALTER 17/16 vom 27.04.2016

Wer diese Toilette betreten will, braucht ein 50-Cent-Stück. Der Eingang liegt nahe der Bäckerei Felber, nahe den Schließfächern. Spiegel, Waschbecken, drei graue Türen. Eine 21-jährige Studentin suchte diesen Ort letzte Woche auf, während eine Freundin vom Bankomaten Geld holte. Die Frau hatte es eilig, sie sperrte nicht einmal die Tür zu, wie sie der Polizei später erzählte.

Drei Männer attackierten sie, vergewaltigten sie, verletzten sie - und liefen davon. Ob das Verbrechen geplant war oder ob sie ihr stockbetrunken gefolgt sind - all das versucht die Polizei zu rekonstruieren.

Das Verbrechen irritiert eine zunehmend verunsicherte Öffentlichkeit: Denn es reiht sich ein in eine wachsende Zahl verstörender Sexualverbrechen, die neuerdings im öffentlichen Raum begangen werden, und zwar von Asylwerbern aus muslimischen Ländern.

Da wird ein Mädchen nächtens in der Prater-Hauptallee vergewaltigt. Da wird in Graz eine Siebzigjährige Rentnerin missbraucht. Am Dienstag steht ein

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