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Orson Welles als Falstaff: "Chimes at Midnight"

Lexikon | aus FALTER 17/16 vom 27.04.2016

Mister Welles - gebürtig aus Wisconsin, aber künstlerisch auf der englischen Bühne sozialisiert - hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, seinen amerikanischen Landsleuten die Werke des größten Barden näherzubringen: Shakespeare also. In den 1930ern inszenierte Welles "Julius Caesar" am Broadway, in den 1970ern rezitierte er "The Merchant of Venice" in Dean Martins wöchentlicher Fernsehshow. Dazwischen verfilmte er "Macbeth" (1947) und "Othello"(1952), jeweils mit sich selbst in der Titelrolle. Und dann gibt es noch seinen großartigen Falstaff-Film "Chimes at Midnight" aus dem Jahr 1966, für den er ein paar Dramen von Shakespeare zusammengewürfelt und zu einem Werk über das Altern gemacht hat. Den Part des tragikomischen Titelhelden, von dem sich sein Freund, König Henry V., nach Krönung und Machtübernahme abwendet, besetzte er mit sich selbst - in weiteren Rollen spielen Jeanne Moreau, John Gielgud, Marina Vlady, Fernando Rey und Margaret Rutherford. Stilbildend wurde das Finale des Films: die Schlacht von Shrewsbury, in Szene gesetzt als gigantische Gemetzel im Gatsch.

Wiederaufführung ab Fr im Gartenbaukino (engl. OF)


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