7 Sachen, die Sie über die ASIATISCHE TIGERMÜCKE nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 17/16 vom 27.04.2016

Sind das nicht diese Gelsen, die in Südamerika das Zika-Virus übertragen?

Genau die! Die Tigermücke wurde in den 90er-Jahren nach Europa eingeschleppt, hat es sich seither im Mittelmeerraum und Südosteuropa gemütlich gemacht und pendelt nun auch nach Tirol und ins Burgenland aus.

Ist ihr in den hiesigen Breitengraden nicht zu kalt?

Das hat man lange angenommen, aber die Tigermücke ist eine Allrounderin, eine totale Anpassungskünstlerin und Globalisierungsgewinnerin, die von den heißen Sommern der vergangenen Jahre profitiert.

Heißt das, das Zika-Virus kommt nach Österreich?

Unmöglich ist es nicht. Allerdings wurde das Virus bislang nur in Mittelund Südamerika, in einigen Ländern Afrikas und Südostasiens festgestellt.

Wie wahrscheinlich ist eine Zika-Verbreitung durch diese getigerte Gelse?

Ziemlich unwahrscheinlich ist, dass so eine infizierte Tigermücke aus Übersee einfliegt. Aber sie könnte als sogenannter "Vektor" fungieren.

Vektor? Ist das nicht irgendwas Geometrisches?

Vektor aus dem Lateinischen für "Träger, Fahrer". Was hat das mit der Tigermücke zu tun? Die kann so ein Träger sein. Wenn beispielsweise jemand mit einer Zika-Infektion nach Österreich reiste und hier von einer ansässigen Tigermücke gestochen würde, könnte die die Krankheit danach an andere übertragen.

Und warum wäre die Tigermücke eher Überträgerin als die heimische Gelse?

Weil die Tigermücke ein besonders guter Vektor ist: Sie sticht öfter und neben dem Menschen auch noch andere Säugetiere und Vögel.


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