Stadtrand Urbanismus

Was tut der Wiener, wenn die Erde bebt?


Lukas Matzinger
Stadtleben | aus FALTER 17/16 vom 27.04.2016

Am Montag um 12.28 Uhr hat in Wien die Erde gebebt. Das Epizentrum lag unter Allan, die Magnitude zwischen 3,8 und 4,4 (Schwankungsbreite!). Es entstanden Gebäudeschäden, wie es das in Österreich nur alle paar Jahre gibt. Und was tat der Wiener? Er fand's witzig. Das sei die Strafe Gottes für die Wahlen, befanden sie in sozialen Medien, da hatte es noch nicht einmal fertiggebebt. Ein Van der Beben könnte es auch gewesen sein, oder Bruno Kreisky, der sich in seinem Grabe umdrehte.

Das Epizentrum des Bebens wurde in der SPÖ-Zentrale gesucht. Der Club Grelle Forelle entschuldigte sich, ihnen sei die Getränkelieferung fürs Wochenende vom Stapler gerutscht. Andere vermuteten unterirdische Atomwaffentests und erwarteten eine Tsunami-Warnung für die Donauinsel. Doch wo kommen die Plattenbewegungen her? Vom Ausland! Nur ein Zaun um Wien könnte die Lösung sein. Jedenfalls wurde eine klare Niederlage für die Meinungsforscher festgemacht, niemand habe das vorhergesehen. Dann die Erlösung: Die Satireseite "Tagespresse" meldete "Entwarnung in Wien: Häupl nach Sturz unverletzt."

Wien: Sei glücklich!


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