Reisen durch Land und Film

Bewegende, bizarre und postapokalyptische Geschichten: Das Crossing Europe Filmfestival in Linz fand bereits zum 13. Mal statt

Feuilleton | FESTIVALBESUCH: MICHAEL OMASTA | aus FALTER 17/16 vom 27.04.2016

Eine liebe Kollegin gab mir einen Satz des deutschen Filmemachers Harun Farocki mit auf den Weg. "Ein Kinobesuch mit einer Reise verbunden ist mir noch nie danebengegangen."

Zugegeben, unter dem Aspekt der Reise ist eine Zugfahrt nach Linz nicht allzu spektakulär; das Crossing Europe Filmfestival, das soeben zum 13. Mal dort stattfand, aber schon.

Die absolute Entdeckung des heurigen Festivals war das Schaffen von Helena Třeštíková, dem sich ein Tribute mit 13 Programmen widmete. Die tschechische Dokumentaristin, Jahrgang 1949, zählt in ihrem Heimatland zu den Stars der filmenden Zunft; 2007 übernahm sie als Ministerin kurzzeitig die Agenden für Kunstund Kulturangelegenheiten.

Třeštíkovás dokumentarischer Zugang vertraut auf Nähe und vor allem Dauer. Oft bemisst sich die Entstehung ihrer Arbeiten nicht nach Jahren, sondern gleich Jahrzehnten. Für den Film "Private Universe" hat sie ihre Freundin Jana und deren Familie insgesamt 37 Jahre lang begleitet.

Eine ganze Reihe von Langzeitbeobachtungen


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