Die Familie vom Liesinger Bahnhof

Das Café Bahnhof Liesing wird vor allem ihretwegen zum Ort der Begierde: Kellnerin Snezana

Stadtleben | TSCHOCHERLREPORT: ARTHUR FÜR NHAMMER | aus FALTER 17/16 vom 27.04.2016

Mit der Bahn fährt Gerhard eigentlich nie. Ins "Café Bahnhof Liesing" kommt er dennoch seit acht Jahren so gut wie täglich. Unter der Woche sieht man ihn ab neun Uhr früh an seinem Stammplatz sitzen, auf der gemütlichen Sitzbank an der Bar, an Wochenenden schon um sieben Uhr. Zuerst gibt es für den alleinstehenden ehemaligen Immobilienentwickler ein Frühstück, bestehend aus zwei Tassen Kaffee und einem Cappy gespritzt, sodann werden diverse Sudokus gelöst und Zeitungen gelesen. Bis der gebürtige Burgenländer am späten Nachmittag das Lokal wieder verlässt, kommt das eine oder andere Bier dazu.

Ein paar Lokale gibt es auch in der schönen Wienerwaldgemeinde Breitenfurt, Gerhards Wohnort. Warum er dennoch täglich die 12,5 km aus Niederösterreich bis nach Liesing zum Bahnhof fährt? Der Grund ist Snezana, eine Kellnerin. Von den meisten Gästen wird sie nur Schana gerufen, Gerhard aber sagt auch "Schanachen" zu ihr. "Gerhard ist mein Maskottchen", sagt die Kellnerin. Warum?"Früher


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