Nüchtern betrachtet

Wenn Donald Trump eine Sportart wäre


Klaus Nüchtern

Feuilleton | aus FALTER 17/16 vom 27.04.2016

Einer der größten politischen Irrtümer der Gegenwart besteht in der Auffassung, dass eine Gesellschaft umso liberaler sei, je weniger Verbote es in dieser gebe. Ist natürlich Humbug! Es geht doch nicht um Quantität, es geht um Qualität. Wenn das Richtige verboten wird, kann man natürlich auch mit weniger Verboten das Auslangen finden.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Verbotslage oft logisch inkonsistent ist. Wenn man Rauchwarenpackungen mit hysterischer Typografie und Horrorpics von absterbenden Beinen verunziert, wieso darf man dann Schusswaffen ganz ohne den Hinweis verkaufen, dass die Impotenz verursachen können, falls einem jemand die Eier wegpustet? Warum werden Rotweinflaschenetiketten nicht mit Aufnahmen der Hämatome misshandelter Winzerköniginnen und Pkw-Karosserien nicht mit solchen von tödlichen Frontalzusammenstößen bedruckt? Und müsste man Sektflöten nicht mit Ansichten jener Silvesterunfälle sandstrahlen lassen, die alljährlich Zehntausende von Menschen in

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