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Politik | aus FALTER 17/16 vom 27.04.2016

Der Preis der Mutterschaft

Anne-Marie Slaughter analysiert in ihrem Aufsatz, "warum so wenige Frauen ganz oben und viel zu viele ganz unten sind". Slaughters Buch "Was noch zu tun ist. Damit Frauen und Männer gleichberechtigt leben, arbeiten und Kinder erziehen können" ist soeben bei Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen. Ehrgeiz und Fürsorge seien zwei Grundtriebe, die den Menschen antreiben. Ehrgeiz werde im gegenwärtigen System belohnt, Fürsorge kaum. Eine Frau, die sich um Angehörige kümmert, bekommt viel weniger Anerkennung als eine Frau, die eine Karriere anstrebt. Mehr noch: Mutterschaft ist der "weitaus beste Indikator dafür, dass eine unverheiratete Frau aus der Mittelschicht bankrott geht". Eine Frauenbewegung, die auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie abstellt, kümmere sich nur um ein Elitenproblem. Eine neue Frauenbewegung (Slaughter nennt es "Schwesterlichkeit") müsse eine "Koalition für die Fürsorge, Betreuung, Pflege" schließen. Sie zu bezahlen und gesellschaftlich


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