Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stöberplatz - Geschmack abseits des Rasters


LOKALAUGENSCHEIN: FLORIAN HOLZER
Stadtleben | aus FALTER 17/16 vom 27.04.2016

Vom Gallitzinberg aus wirken die westlichen Gebiete Ottakrings wie aus Lego gebaut. Schnurgerade Straßen, gleichförmige Raster, gründerzeitliche Zinshaus-Uniformität. Von der Nähe betrachtet hat jedes der vermeintlichen Raster-Grätzel dann aber einen sehr eigenständigen Charakter. Das Viertel rund um den Stöberplatz ist ein ruhiges Grätzel. Kaum Durchzugsverkehr, breite Straßen, auf denen fallweise sogar Kinder spielen, und eine erstaunlich kleinstrukturierte Lebensmittelversorgung.

Landhaus mit echtem Fleisch

Okay, im Sana - das Café im Haus der Barmherzigkeit - essen fast nur Bewohner des Pflegeheims. Sieht es deshalb so trostlos aus? Der einzig erfreuliche Anblick hier ist die Kuchenvitrine, die kann's allerdings wirklich: Orgien an Creme und Schaum und Rosa und Gelb, täglich im Hause gebacken, offenbar mit einer gewissen Passion.

Gleiches lässt sich von der Pötzleinsdorfer Bäckerei Linsbichler sagen, die in der Lienfeldergasse ihre einzige Filiale in Ottakring hat: ordentliches

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