Kulinarische Farbenlehre

Über Fehlfarben in der Küche oder warum es so wenige blaue Speisen gibt

Stadtleben | GERICHTSBERICHT: WERNER MEISINGER | aus FALTER 18/16 vom 04.05.2016

Österreich ist blau" titelte der Falter vor kurzem. Die Verfärbung wird Wirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen haben. Bekanntlich färben Farben ab. Auch aufs Gemüt. Da sollten wir wissen, was auf uns zukommt. Auch kulinarisch.

Dem Lebenshilfeauftrag dieses Artikels verpflichtet, muss ich mich deshalb hier und jetzt mit dem Thema der Farbenwirkung im Allgemeinen und ihrer Wirkmächtigkeit im Felde der Ernährung, somit der Kochkunst, befassen.

Die allgemeinen Aspekte kann ich aus dem Internet abschreiben. Farben machen krank und gesund, steht da. In der gewöhnlich gut informierten Zeitschrift Woman lesen wir, dass Blau die Farbe des Himmels ist (so was!) und bei Schilddrüsenüberfunktion wie bei Magenproblemen hilft. Bei Schilddrüsenüberfunktion und Magenproblemen, nicht gegen. Das lässt Interpretationsspielraum.

Es sei dieses Blau, laut Woman und anderen Aufklärungsorganen, auch beruhigend. Abweichende Meinungen sind festzustellen. Der Nebenerwerbsfarbforscher Johann Wolfgang


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