Die dummen Streiche der Reichen

Sechs Machos, viele Wettbewerbe -in "Chevalier" will jeder der Beste sein. Der Film ist es nicht

Feuilleton | FILMKRITIK: MICHAEL OMASTA | aus FALTER 18/16 vom 04.05.2016

Ein Bild wie aus der Tourismuswerbung: blauer Himmel, das Meer und in einiger Entfernung eine Bucht vor steil aufragender Küste. Langsam bewegt sich im Wasser irgendetwas auf den Strand zu. Aus der Distanz lässt sich nicht sagen, ob es sich dabei um Menschen oder tierische Lebewesen handelt. Erst als sie festen Boden unter den Füßen haben, erkennt man, dass es Taucher sind, die hier an Land gehen.

Dieses rätselhafte Bild spukte Athina Rachel Tsangari als Erstes im Kopf herum, und mit ihm beginnt die griechische Regisseurin auch ihren neuen Film. "Chevalier" schafft eine künstliche Laborsituation, die nachfolgende Handlung spielt zur Gänze an Bord einer Luxusjacht, die durch die Ägäis schippert.

Sechs Männer, durch ihre Arbeit oder die Familie miteinander bekannt, verbringen ein paar freie Tage zusammen. Gastgeber ist der Älteste unter ihnen; er bleibt namenlos, wird von allen nur "der Doktor" genannt.

Doch für die Urlaubenden verlieren die Schönheiten der Natur ebenso rasch an


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