"So etwas ist in jedem Land der Welt verboten"

Jenem Mann, der einen zehnjährigen Buben vergangenen Dezember im Theresienbad vergewaltigt hat, drohen 15 Jahre Haft

Politik | GERICHTSTERMIN: NINA BRNADA | aus FALTER 18/16 vom 04.05.2016

Wie sieht wohl jemand aus, der ein Kind in einem Schwimmbad vergewaltigt hat? Lässt sich die Gefahr, die von ihm ausgeht, erahnen, an irgendwelchen Merkmalen erkennen? Nein.

Wer den Saal 106 im ersten Stock des Wiener Landesgerichts betritt, der sieht jenen Mann auf der Anklagebank, der am 2. Dezember 2015 einen zehnjährigen Buben im Wiener Theresienbad vergewaltigt hat. Seine Erscheinung ist wie ein Kippbild: Zunächst sieht man ihn nur von hinten, mit seinen geölten Locken sieht er von hinten wie ein Strizzi aus. Wenn er sich später zum Publikum hin umdreht, als der Richter den Saal betritt, er seinen gesenkten Kopf ruhig hält und dabei sein Blick hastig umherwandert, sieht man sein Babyface.

Der Angeklagte ist jedoch kein Kind mehr, er ist 20 Jahre alt, verheiratet, Vater einer Tochter. Der Fall, in dem er vor Gericht steht, ist nicht nur wegen der Kindesvergewaltigung öffentlich brisant. Die große Medienaufmerksamkeit ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass es sich beim Täter


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