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Neue Galerie und progressives Kasteldenken

Lexikon | NS | aus FALTER 18/16 vom 04.05.2016

Seit 2008 hat die Kunsthistorikerin Nathalie Halgand gemeinsam mit Nicholas Platzer den auf Street Art spezialisierten Kunstraum Inoperable betrieben, aber vor kurzem hat Halgand sich mit ihrer eigenen Galerie in derselben Gasse, aber an einem anderen Standort selbstständig gemacht. Nun eröffnet ihre zweite Schau, gewidmet ist sie dem Künstler Simon Mullan. Die Bilder des Deutschen, Jahrgang 1981, sehen auf den ersten Blick wie abstrakte Kompositionen aus, haben es aber in sich, denn sie wurden aus Stoffflicken von Bomberjacken genäht. Bei seiner "Dekonstruktion" der ursprünglich als Uniform gewaltbereiter Kerle geltenden Jacken ist der Künstler, der in Stockholm und Wien studiert hat, nicht stehengeblieben. Er setzt sich am liebsten mit Rasterstrukturen auseinander, die dann schon mal den ganzen Raum überziehen können.

Galerie Nathalie Halgand, Do 19.00, bis 18.6.


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