Er hört nicht auf: Das Opus magnum eines Provokateurs

Maxim Biller schreibt in seinem großen Roman "Biografie" über die traumatisierten Kinder von Holocaust-Überlebenden

Feuilleton | REZENSION: SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 18/16 vom 04.05.2016

Seit gut 25 Jahren gibt Maxim Biller in deutschen Medien hingebungsvoll den Juden, den die Deutschen hassen sollen. Seine Zeitungsartikel und jüngst auch seine Auftritte im wiederbelebten TV-Format "Das literarische Quartett" zeugen von einem Mann mit übersteigertem Geltungsdrang und zwanghaftem Hang zur Provokation. Thomas Bernhard nannte er ein "großes, faules, provinzielles, österreichisch-deutsches Arschloch". Und zu Thomas Mann ließ er verlauten: "Es muss mir gelingen, ihn zu zerstören."

Biller ist manchmal sehr lustig und oft sehr anstrengend. Selbst Bewunderer seiner Formulierkunst und seines losen Mundwerks denken sich bisweilen mit Harald Schmidt: "Biller nervt." Wahrscheinlich lacht sich Maxim Biller in solchen Momenten ins Fäustchen. Weil es ihm gelungen ist, für ein Arschloch gehalten zu werden. Er selbst würde wohl sagen: ein "großes, faules, höhnisches, jüdisch-deutsches Arschloch".

Die Sache hat auch einen Haken: Die öffentliche Figur Biller hat den Autor in den


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