Hero der Woche

Thomas Glavinic

Der Autor fing sich für ein mutiges Posting virtuelle Watschen ein

Politik | aus FALTER 18/16 vom 04.05.2016

Es ist so eine Sache mit dem Applaus von falscher Seite. Aber wenn einer damit umgehen kann, dann Thomas Glavinic. Der laute, aber nicht dumme, impulsive, aber nicht launische, prollige, aber nicht einfältige Romanschreiber hat sich vergangene Woche Lob und Shitstorm von jeweils ungewohnten Stellen abgeholt.

In einem Facebook-Posting forderte er Respekt für die Wähler von Norbert Hofer ein. Die Selbstgefälligkeit und moralische Überhöhung der Linken sei ihm zuwider, schrieb er, man solle mit Verängstigten reden und sie ernst nehmen. H.-C. Strache teilte den Beitrag und sprach Respekt aus.

Vor fünf Jahren hatte Glavinic selbst noch FPÖ-Wähler als "nicht besonders schlau" bezeichnet. Konsequenz ist nicht seine Stärke. Doch für seine neue Einsicht gibt es in Wirklichkeit keine falschen Seiten.


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