Kolumne Außenpolitik

Die Krise der Parteien bedroht Europas Demokratie

FRANZ KÖSSLER | Falter & Meinung | aus FALTER 18/16 vom 04.05.2016

Krisen waren in der Geschichte der EU manchmal sogar hilfreich. Oft haben sie dazu beigetragen, angesichts drohender Brüche das gemeinsame Interesse doch noch gegen nationale Egoismen durchzusetzen. Das Auftreten allerdings von gleich mehreren schweren Krisen, das Europa derzeit erlebt, und der Verfall der Massenparteien stellen eine ernsthafte Bedrohung für die EU dar.

Eine sehr professionelle Einschätzung der Aussichten der EU in den nächsten fünf Jahren trägt den Titel "Europe stretched to the limit" - bis zum Zerreißen gespannt. Verfasst hat sie die Economist Intelligence Unit, die Analyseabteilung der Londoner Verlagsgruppe, die auch das Wirtschaftsmagazin Economist herausgibt.

Die Lösungsvorschläge der Studie tragen dementsprechend einen wirtschaftsliberalen Stempel. Die Diagnose aber ist seriös und überzeugend. Sie sieht Europa im Würgegriff der Migrationskrise, des drohenden Brexit, der wiederkehrenden Eurokrise um Griechenland, sinkender Produktivitätsraten der europäischen

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