"Wir sind längst in einer Post-Faymann-Phase"

Der Spitzendiplomat und ehemalige Kreisky-Vertraute Wolfgang Petritsch über seine Vorstellungen der "SPÖ neu" nach Werner Faymann

Politik | INTERVIEW: BARBARA TÓTH | aus FALTER 18/16 vom 04.05.2016

Im Jahr 2002 wäre Wolfgang Petritsch Außenminister geworden, hätte die SPÖ unter Alfred Gusenbauer die Wahlen gewonnen. Der Diplomat mit slowenischen Wurzeln ist neben Hannes Swoboda einer der bekanntesten Europapolitiker der SPÖ und gestaltete den Friedenprozess am Balkan als EU-Sonderbeauftragte für den Kosovo und als Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina mit.

Falter: Gewählt ist gewählt, die Partei brauche keine Befindlichkeitsdebatten und Selbstfindungsgruppen. Klingt so der Parteichef einer Partei, die sich heuer ein neues Programm geben möchte?

Wolfgang Petritsch: Ich habe mich ja schon vor einiger Zeit rausgelehnt und gemeint, dass man neben inhaltlichen auch personelle Konsequenzen in der SPÖ braucht. Seit dem 1. Mai muss man wohl sagen: Das Thema ist erledigt, die Zeit ist über den jetzigen Parteichef schon hinweggezogen. Da hat die Basis gesprochen.

Aber er ist nach wie vor da. Wer kann Werner Faymann vermitteln, dass seine Zeit vorbei ist?

Petritsch: Werner


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