"Wenn wir etwas riskieren, können wir gewinnen"

Die russische Theatermacherin Marina Davydova ist im Jahr 2016 die Schauspielchefin der Wiener Festwochen. Ein Gespräch über Wien, Moskau, Zensur und iranisches Theater

Feuilleton | INTERVIEW: SARA SCHAUSBERGER | aus FALTER 18/16 vom 04.05.2016


Foto: Heribert Corn

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Marina Davydova kennt die Wiener Festwochen gut. Seit den 90er-Jahren ist sie als Theaterkritikerin regelmäßig während des Festivals in Wien. Dieses Jahr hat die Moskauerin, die nicht nur Chefredakteurin des Magazins Teatr. ist, sondern auch in Moskau ihr eigenes Theaterfestival leitet, selbst das Schauspielprogramm verantwortet. „Vergessen Sie, dass ich aus Russland bin“, verkündete die Kosmopolitin und Vielreisende bei der Programmpräsentation der Wiener Festwochen im Dezember. Im Theater gäbe es für sie, die in den letzten zwei Jahren vor allem zwischen Wien und Moskau hin und her pendelt, keine Grenzen. Der Falter hat sie im Büro der Wiener Festwochen getroffen, die routinierte Festivalmacherin ist kurz vor Beginn des Festivals überraschend entspannt. Ganz anders, als sie es vom Moskauer NET-Festival gewohnt ist.

Falter: Frau Davydova, Sie arbeiten in Moskau und Wien. Was ist der Unterschied?


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