IT-Kolumne

Digitalia

Medien | ANNA GOLDENBERG | aus FALTER 19/16 vom 11.05.2016

Virtuelle Realität, die Technologie, die es erlaubt, in gefühlt dreidimensionale Welten einzutauchen, ist breitenwirksam geworden. Man muss nämlich nur ein Smartphone in eine Vorrichtung stecken und kann sich so die sogenannte VR-Brille selbst basteln. Bei der re:publica ,der Konferenz über digitale Themen in Berlin, hab ich das ausprobiert. Zuerst war's toll. Ich saß auf einem Hocker an einem Messestand, während ich sanft über die Alpen flog. Drehte ich den Kopf nach links, sah ich schneebedeckte Wälder. Unten war der Abgrund.

Dann bot eine dänische Firma an, einen Kurzfilm mit VR zu sehen. Die fünf Zuseher nahmen jeweils die Rolle einer anderen Person ein und erlebten den Film durch deren Augen. Ich war ein zehnjähriger Bub. Er saß am Esstisch, sein Blick schweifte durch das Zimmer. Schließlich stand er auf, lief vors Haus. Bewegte er sich, schwankte das gesamte Bild vor meinen Augen. Ich spürte einen Druck auf der Magengrube. Was für ein toller Plot: Der Bub hat etwas Schlechtes gegessen? Nein, das war nur ich -leicht seekrank.


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