Die Essayistin hinter der Kamera

Das Filmwerk der Intellektuellen Susan Sontag ist weitgehend unbekannt. Im Stadtkino im Künstlerhaus wird es nun gezeigt

VORSCHAU: MICHAEL OMASTA | Feuilleton | aus FALTER 19/16 vom 11.05.2016

Europa bedeutete für sie Freiheit, einen Film zu machen die reine Erholung. Gewiss war es nicht ohne Koketterie, wenn Susan Sontag gelegentlich mit ihrem Status als Popstar unter den US-amerikanischen Intellektuellen, als "die wichtigste Autorin meiner Generation und der ganze Scheiß" haderte. Umso ernster war's ihr mit der Feststellung, dass eine Frau, die Filme machen will, in den Vereinigten Staaten selbst Mitte der 1960er noch als "Freak" galt.

Arbeitsmöglichkeiten fand Sontag in Schweden, Italien, Frankreich. Zwischen 1969 und 1993 realisierte sie dort drei Spielfilme, einen großen Essay sowie zwei dokumentarische Shorts über Pina Bausch und ihre eigene Inszenierung von "Warten auf Godot in Sarajevo"; eine Reportage über Indira Gandhi fürs französische Fernsehen gilt als verschollen.

Ihr Debüt, "Duett für Kannibalen" (1969), und der ebenfalls in Schweden produzierte "Bruder Carl" (1971) sind in Form wie Inhalt dem europäischen Kunstfilm der Zeit verpflichtet. Beides sind Kammerspiele

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