Kunst Vernissage

27 Jahre später: Es lebe das Mini-Mausoleum

NS | Lexikon | aus FALTER 19/16 vom 11.05.2016

Zum letzten Schwung an Frühjahrsvernissagen in der Schleifmühlgasse diese Woche zählt auch eine Ausstellungseröffnung des Künstlers Nedko Solakov, der etwa auf der Documenta 13 vertreten war. Mit feinem Humor kommentiert der Bulgare in seinen Papierarbeiten den sozioökonomischen Wandel, den der Systemwechsel von Kommunismus zu Kapitalismus mit sich gebracht hat. So präsentiert er in seiner aktuellen Schau "Stories" eine Holzskulptur von 1989. Die begleitende Sockelinschrift weist die Bastelei als Mausoleumsentwurf für den Körper eines politischen Führers aus. Gleichzeitig lässt Solakov wissen, dass ihn die Idee, etwas in einem monumentalen Grabmal "ordentlich anzuhimmeln", auch 27 Jahre nach diesem Modellentwurf immer noch anziehe.

Georg Kargl Fine Arts, Do (12.5.) 18.00, bis 30.7.


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