Linz lohnt sich

Betont österreichisch, betont kulturell vielfältig wird das diesjährige Linzfest

Lexikon | MARIA MOTTER | aus FALTER 19/16 vom 11.05.2016

Bereits eine Woche vor der Eröffnung des Höhenrauschs 2016 ist Linz eine Reise wert: Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Schlossmuseums sind 100 Werke aus der Galleria degli Uffizi in Florenz hierzulande zu sehen. So viele Leihgaben haben die Uffizien zuvor niemals außer Landes geschickt. Und noch ein Grund für einen Ausflug nach Linz an genau diesem Wochenende ist das Linzfest: Bei freiem Eintritt verweist das Programm im Donaupark auf drei Bühnen auf die Bedeutung des Landes als kultureller Schmelztiegel. "Wir sind Österreich" ist das Motto, "das multikulturellste, rein österreichische" Linzfest bislang ist angekündigt.

Die hin-und mitreißende Fatima Spar hat neben ihren Freedom Fries auch ein Quintett. Mit dem Akkordeonisten Milos Todorovski, Gitarrist Toce und Philipp Moosbrugger am Bass sowie Schlagzeuger Sasa Nikolic bringt die gebürtige Hohenemserin Balkan Brass, Calypso und Oriental zu einem großen Ganzen zusammen (So, 21.30 Uhr, Bühne im Musikpavillon). Außerdem auf der Bühne im Musikpavillon zu hören und zu sehen sind u.a. Esteban's mit detailverliebt einnehmendem Singer-Songwriting, Sängerin Monica Reyes mit ihren ganz speziellen und humorvollen Schlagern und Laloki, die Pop, wie man ihn in Skandinavien zelebriert, in Wien macht.

Für die jungen Besucher hat das Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel Unterhaltung vorbereitet: Instrumente werden aus Alltagsgegenständen gebastelt, der Barfußweg mit Fußdusche könnte sehr lustig sein. Musik für Kinder, die Erwachsene auch aushalten, hat der Falter schon einmal vorgestellt. Matthäus Bär teilt dieses Anliegen und hat mit "Stromgitarre, Schlagzeug, Bass" ein zweites Album, inklusive Stadt-, Mond-und Leselied. Im Lentos sind u.a. die wunderbaren Grazer Noiserocker Hella Comet sowie Die Buben im Pelz (So, 19.20 und 20.40 Uhr) angesagt.

Radio FM4 kuratiert die Bühne im Donaupark. Russkaja headlinen den Samstag (21.30 Uhr), zuvor spielen Clara Luzia, Resisters und Romanovstra. Mono &Nikitaman scheuen bei ihren Konzerten nicht, politische Statements abzugeben. Der Sonntagabend gehört ihnen, und vor ihnen kommt Hip-Hop-Künstler Nazar, , sowie die fabelhafte Eloui und die österreichisch-isländische Band Chili and the Whalekiller. Am Pfingstmontag wird die Wiener Tschuschenkapelle aufspielen, bevor der selbsternannte "Low-Life-Experte" Todor Ovtcharov auftritt und mit bekannt klarem Blick auf die Dinge von Alltagserlebnissen erzählen wird, die dann nicht mehr nur ihn beschäftigen.

Donaupark, Sa ab 18.00, So, Mo ab 13.00


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