"Die Prüfung ist abgeschlossen"

Es ist so weit: Die Staatsanwaltschaft will Karl-Heinz Grasser und 14 weitere Beschuldigte anklagen. Sektionschef Christian Pilnacek über das größte Korruptionsverfahren der Republik und die kritikwürdige Arbeit der Gerichte

GESPRÄCH: FLORIAN KLENK UND JOSEF REDL | Politik | aus FALTER 19/16 vom 11.05.2016

Die Staatsanwaltschaft ist so weit. 800 Seiten dick ist die Anklage gegen Karl-Heinz Grasser, seine Lobbyisten Walter Meischberger, Peter Hochegger und Ernst Karl Plech. Der Ordner liegt nun in der Kanzlei von Sektionsleiter Christian Pilnacek, der ihn inspiziert und an den Weisenrat weitergeleitet hat. Ob er die Arbeit der Anklagebehörde genehmigt, darf Pilnacek nicht sagen, "aus Rücksicht auf die Beschuldigten". Auch der Weisungsrat, ein Beratungsgremium des Justizministers, könnte dem Staatsanwalt noch Auflagen erteilen. Doch das ist - angesichts der Komplexität des Falles -eher unwahrscheinlich. Karl-Heinz Grasser und seine engsten Berater werden sich wohl vor einem öffentlichen Gericht verantworten müssen, ob sie bei der Privatisierung von 60.000 Bundeswohnungen und bei anderen Immobiliendeals der Finanz privat mitgeschnitten haben -und zwar durch Kickbacks, die als Vermittlungsprovisionen getarnt und auf Offshore-Konten geparkt wurden.

Falter: Herr Sektionsleiter, wo liegt gerade

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