Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Rammdong

Kolumnen | Heidi List | aus FALTER 19/16 vom 11.05.2016

Die Chinesen haben verboten, Videos zu übertragen, in denen Bananen auf erotische Weise gegessen werden. Diese Banana-Cam-Girls haben ganz nett verdient, monatlich an die 15.000 US-Dollar.

Damit ist es jetzt Essig, ebenso für Vorführungen in Netzstrümpfen oder Hosenträgern. Was zum Beispiel den Musikantenstadl selig in Peking heute unmöglich machen würde. Gut ist, dass es nur um Bananen geht. Denn was würde passieren, wenn es, sagen wir, einer chinesischen Frau in Hosenträgern auf einmal total im Rachen juckt? Kennt man ja, kratzen kann man sich da schlecht. Aber halt! Da liegt eine Salatgurke, witzig, gleich dort, wo das Kameraauge des Computers blinkt. Die muss sich die Arme doch reinrammen, wieder und wieder, stöhnend, das Kitzeln ist unerträglich, ah, jetzt juckt es sie auch noch weiter unten im Hals, ja, da - RAMM RAMM RAMM - ooooh!

Uff. Gut, dass die Gurke da lag. Gut, dass die Kamera an war, jetzt wissen die Zuschauer, wie man sich im Rachen kratzt. Dafür gibt's dann sicher einen chinesischen Wissenschaftspreis. Und gut, dass es keine Banane war, das wäre ja obszön.


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