Empfohlen Omasta legt nahe

John Hustons "Freud" mit Montgomery Clift

Lexikon | aus FALTER 19/16 vom 11.05.2016

Die jungen Lebensjahre von Sigmund Freud, dem Studium der Hysterie und dem Einfluss von Kindheitserlebnissen auf das Unbewusste gewidmet. Jean-Paul Sartre, ursprünglich als Drehbuchautor engagiert, wurde nach der Lieferung seines ersten Entwurfs gefeuert und "Freud" (1962) genau der spaßige Hollywoodschinken, wie man ihn von John Huston erwarten durfte. Ein künstlerischer Triumph indes ist die Fotografie des kürzlich verstorbenen britischen Kameramanns Douglas Slocombe, der für die Rückblenden, die Fantasie-, Traum-und Albtraumsequenzen einen je eigenen Look entwickelte. Entsprechend mühsam, erzählte mir Dougie, gestalteten sich die Dreharbeiten, zumal Freud-Darsteller Montgomery Clift größte Mühe mit dem Text hatte und etliche Szenen viele Male wiederholt werden mussten - bis beim Dreh der langen Hypnose-Sequenz die halbe Crew hinter der Kamera entschlummert war.

Jüdischer Filmclub im Filmhauskino am Spittelberg, Do 19 (OF)


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige