Auf zum ersten Gefecht!

Es rettet uns kein höheres Wesen

Was kann Christian Kern, zwölfter Kanzler der Zweiten Republik, besser als sein Vorgänger? Das Porträt eines Mannes, dem nur eines zum Verhängnis werden kann: sein Temperament

PORTRÄT: JOSEF REDL UND BARBARA TÓTH | Politik | aus FALTER 20/16 vom 18.05.2016

Gott ist kein Sozialdemokrat. Da hatte die SPÖ vergangene Woche in Windeseile einen neuen Parteichef gefunden und musste dann erst wieder Pfingsten abwarten, um Christian Kern offiziell in die erste Reihe zu stellen. Während die Christen zu Pfingsten die Entsendung des Heiligen Geistes an die Apostel feiern, erhofft sich die SPÖ nun einen neuen Spirit in der Partei. Dienstag diese Woche um 17 Uhr war es dann so weit. Heinz Fischer gelobte Kern an. Damit war er endlich Österreichs zwölfter Kanzler.

Zu diesem Zeitpunkt waren Porträts Kerns aus dem Fotoarchiv bereits seit über einer Woche in allen Tageszeitungen abgedruckt worden, das Fernsehen spielte die immer gleichen bewegten Bilder, die es von ihm im Fundus hatte, und die Satirikertruppe Maschek hatte schon einen ersten Synchronisationsversuch mit dem designierten Bundeskanzler auf Youtube hochgeladen.

Kern war omnipräsent. Und gleichzeitig nicht greifbar. Kein öffentlicher Auftritt, kein Interview, kein Statement aus seinem Büro

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